Das Blütenfest in Wiesmoor

20. August 2010

Immer am ersten Wochenende im September, dieses Jahr vom zweiten bis sechsen September, wird es bunt im beschaulichen Wiesmoor in Ostfriesland. Bereits zum 59. Mal wird in diesem Jahr das norddeutsche Örtchen in ein Blumenmeer verwandelt und so zum Treffpunkt für jung und alt und für Einheimische wie für Touristen aus ganz Deutschland. Allerlei Stände mit Leckerein und Spielen zieren die Stadt und bieten den Rahmen für das 5-tägige Programm des Blütenfestes. Es gibt ein großes Feuerwerk, einen wunderschönen „Blumenkorso“ also eine Art Umzug durch die Stadt, bei dem alle Wagen liebevoll und in den verrücktesten Farben und Formen mit Blumen dekoriert sind und jede Menge weitere Attraktionen, die einfach gute Laune machen. Dazu gibt es spektakuläre Höhepunkte wie einen Fallschirmabsprung und Auftritte bekannter Sänger und Sängerinnen. Die Moderation des diesjährigen Blumenfestes übernimmt Ludger Abeln, der sich sicher schon darauf freut, als Stargast in diesem Jahr die Sängerin Ingrid Peters begrüßen zu dürfen. Fester und beliebter Bestandteil des Festes ist auch die traditionelle Wahl zur Blüthenkönigin. In einer Art Misswahl wird die neue Queen bestimmt und ihr zudem 2 Prinzessinnen an die Seite gestellt.
Die Gäste erwartet ein „Buntes Programm“ mit ganz vielen Blumen, hoffentlich viel Sonnenschein, deftigen Leckerein, guten Getränken, Tanz und Gesang. Die Kleinen fiebern dem „Kinderkorso“ entgegen, während die Älteren vielleicht eher aufs „Dämmershoppen“ spekulieren. Insgesamt ist das Fest vor allem aufgrund seiner fröhlichen, herrlich norddeutsch authentischen Stimmung für Touristen zu empfehlen. Gastfreundlich aber ohne großes Bohei werden Urlauber eingeladen am Fest teilzunehmen und sich beim Stadtfest in der Blumenpracht ungezwungen wohl zu fühlen.

Moin moin Ostfriesland

9. Dezember 2009

Sport einmal anderes: Bosseln, Klootschieten, Schleuderballweitwurf

Bosseln gilt als der Nationalsport der Ostfriesen. Eine 9-12 cm große Kugel aus Holz wird ähnlich wie beim Kegeln geworfen – hier allerdings über die Straße. Die echten Könner erreichen mit ihren Kugeln fast 400 m. Dort wo die Kugel liegen bleibt muss dann auch weiter geworfen werden. Man tut gut daran einen Käscher mitzunehmen mit dem man bei Bedarf die Kugel wieder aus einem der vielen Gräben fischen kann. Eine durchschnittliche Länge einer Bosseltour beträgt ca. 10 km und dauert gute 3 Stunden. Zuschauer zum Anfeuern – in Ostfriesland auch „Käkler“ und „Mäkler“ genannt – sind immer gerne gesehen.
In anderen Regionen in denen dieser Sport sich immer größerer Beliebtheit erfreut, wird eine Bosseltour auch gerne mit einem deftigen Grünkohlessen beeendet.

Der auf gefrorenen Weiden stattfindende Feldkampf Klootschieten wird genau wie das Bosseln gerne von Zuschauern besucht. Eine Holzkugel mit Bleikern wird von einem Absprungbrett aus geworfen. Gute Werfer schaffen es, die Kugel bis zu 100 m weit zu werfen. Der Ursprung dieses landestypischen Sportes geht bis ins Mittelalter zurück.

Beim Schleuderball – oder Treibball – spielen 2 Mannschaften á 8 Personen gegeneinander. Auf einem 100×15 m Feld müssen beide Mannschaften versuchen den Ball über die Torlinie des Gegners zu werfen.
Der mit Roos- oder auch Rehhaar gestopfte Lederball mit Griffschlaufe wiegt ca. 0,6-1,5 kg. Früher war diese Sportart in Schulen und Vereinen sehr verbreitet. Heute beschränkt sich die geografische Ausdehnung nur noch auch Ostfriesland und Oldenburg.

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