Moin moin Ostfriesland

Sport einmal anderes: Bosseln, Klootschieten, Schleuderballweitwurf

Bosseln gilt als der Nationalsport der Ostfriesen. Eine 9-12 cm große Kugel aus Holz wird ähnlich wie beim Kegeln geworfen – hier allerdings über die Straße. Die echten Könner erreichen mit ihren Kugeln fast 400 m. Dort wo die Kugel liegen bleibt muss dann auch weiter geworfen werden. Man tut gut daran einen Käscher mitzunehmen mit dem man bei Bedarf die Kugel wieder aus einem der vielen Gräben fischen kann. Eine durchschnittliche Länge einer Bosseltour beträgt ca. 10 km und dauert gute 3 Stunden. Zuschauer zum Anfeuern – in Ostfriesland auch „Käkler“ und „Mäkler“ genannt – sind immer gerne gesehen.
In anderen Regionen in denen dieser Sport sich immer größerer Beliebtheit erfreut, wird eine Bosseltour auch gerne mit einem deftigen Grünkohlessen beeendet.

Der auf gefrorenen Weiden stattfindende Feldkampf Klootschieten wird genau wie das Bosseln gerne von Zuschauern besucht. Eine Holzkugel mit Bleikern wird von einem Absprungbrett aus geworfen. Gute Werfer schaffen es, die Kugel bis zu 100 m weit zu werfen. Der Ursprung dieses landestypischen Sportes geht bis ins Mittelalter zurück.

Beim Schleuderball – oder Treibball – spielen 2 Mannschaften á 8 Personen gegeneinander. Auf einem 100×15 m Feld müssen beide Mannschaften versuchen den Ball über die Torlinie des Gegners zu werfen.
Der mit Roos- oder auch Rehhaar gestopfte Lederball mit Griffschlaufe wiegt ca. 0,6-1,5 kg. Früher war diese Sportart in Schulen und Vereinen sehr verbreitet. Heute beschränkt sich die geografische Ausdehnung nur noch auch Ostfriesland und Oldenburg.

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