Archiv für die Kategorie ‘Reiseberichte’

Gesundheitsurlaub an der Nordsee

Dienstag, 27. September 2011

Ein Gesundheitsurlaub an der Nordseeküste oder speziell in Ostfriesland empfiehlt sich insbesondere für Personen (Erwachsene sowie Kinder) mit Atemwegserkrankungen, Hautkrankheiten, Herz- und Gefäßkrankheiten als auch bei Stress, Migräne und Erschöpfungszuständen.

Der Behandlungsaufenthalt oder auch eine ambulante Vorsorgekur an der Nordsee versprechen pure Erholung durch angenehmes Klima und heilungsfördernde Luft. Zahlreiche Kurorte oder Heilbäder wie beispielsweise Büsum, Norddeich oder St. Peter Ording überzeugen durch ihre vor Ort angebotenen Wellness- und Therapieanwendungen. Diese werden zum Einen direkt vom ansässigen Gesundheitszentrum offeriert oder sind als Gesundheitsreisen bei den beheimateten Hotelanlagen oder Pensionen buchbar. Die therapeutischen Anwendungen und ambulanten Badekuren können das gesamte Jahr über in Anspruch genommen werden. Der Besuch einer Wellness-Oase verspricht Entspannung und Wohlempfinden. Verschiedene Saunen und Dampfbäder stärken das Immunsystem und lockern die Muskulatur. Zahlreiche Massagen sowie ein Meerwasserwannenbad runden die heilende Wirkung ab.

Zudem erwähnenswert sind die heilsamen Thalasso-Therapien. Das Zusammenspiel von Reizklima, Meerwasser und Schlick wird direkt auf die betroffenen Patienten zugeschnitten und lindert vorwiegend Symptome von Hautkrankheiten, Atemwegserkrankungen oder Rheuma. Des Weiteren bieten sich Kurse in Nordic Walking oder auch autogenes Training als Präventionsmaßnahme an.

Insbesondere das Nordic Walking bietet durch seine Kombination aus leichter sportlicher Betätigung und frischer Atemluft ein gutes Training für Kreislauf und Ausdauer.

Auch sehr beliebt ist das Aqua-Fitness. Diese Sportart ist für die Gelenke sehr schonend, stärkt jedoch zugleich das Bindegewebe. Dieses Sportprogramm im Wasser gliedert sich meist in zwei Bereiche: Aqua-Jogging und Aqua-Cycling. Das Aqua-Jogging gilt als komplexe gelenkschonende Wassersportart wohingegen das Aqua-Cycling als effektives Gesamtkörpertraining die Ausdauer und Leistungsfähigkeit des Herzkreislaufsystems auf eine spezielle Weise fördert und stärkt. Weitere Angebote für Gesundheitsreisen an der Nordsee können ferner im Bereich verschiedener Fastenkuren liegen.

Nennenswert wären hier beispielsweise die Schroth-Kur oder das Heilfasten. In Kombination mit einer der vorab erwähnten Sportarten verhelfen diese Kuren zu einem neuen Körpergefühl. Zusätzliche Strandspaziergänge oder kleine Wanderungen durch das Watt der Nordsee intensivieren das gesundheitliche Wohlbefinden durch die klassischen Therapieanwendungen.

Moin moin Ostfriesland

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Sport einmal anderes: Bosseln, Klootschieten, Schleuderballweitwurf

Bosseln gilt als der Nationalsport der Ostfriesen. Eine 9-12 cm große Kugel aus Holz wird ähnlich wie beim Kegeln geworfen – hier allerdings über die Straße. Die echten Könner erreichen mit ihren Kugeln fast 400 m. Dort wo die Kugel liegen bleibt muss dann auch weiter geworfen werden. Man tut gut daran einen Käscher mitzunehmen mit dem man bei Bedarf die Kugel wieder aus einem der vielen Gräben fischen kann. Eine durchschnittliche Länge einer Bosseltour beträgt ca. 10 km und dauert gute 3 Stunden. Zuschauer zum Anfeuern – in Ostfriesland auch „Käkler“ und „Mäkler“ genannt – sind immer gerne gesehen.
In anderen Regionen in denen dieser Sport sich immer größerer Beliebtheit erfreut, wird eine Bosseltour auch gerne mit einem deftigen Grünkohlessen beeendet.

Der auf gefrorenen Weiden stattfindende Feldkampf Klootschieten wird genau wie das Bosseln gerne von Zuschauern besucht. Eine Holzkugel mit Bleikern wird von einem Absprungbrett aus geworfen. Gute Werfer schaffen es, die Kugel bis zu 100 m weit zu werfen. Der Ursprung dieses landestypischen Sportes geht bis ins Mittelalter zurück.

Beim Schleuderball – oder Treibball – spielen 2 Mannschaften á 8 Personen gegeneinander. Auf einem 100×15 m Feld müssen beide Mannschaften versuchen den Ball über die Torlinie des Gegners zu werfen.
Der mit Roos- oder auch Rehhaar gestopfte Lederball mit Griffschlaufe wiegt ca. 0,6-1,5 kg. Früher war diese Sportart in Schulen und Vereinen sehr verbreitet. Heute beschränkt sich die geografische Ausdehnung nur noch auch Ostfriesland und Oldenburg.

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